Am 11. und 12. April 2026 fand die durch AIDA Deutschland e.V. organisierte Deutsche Meisterschaft im Apnoetauchen statt. Wir blicken zurück auf beeindruckende Leistungen sowie begeisterte Athletinnen und Athleten.
Hier findest du die Podiumsplätze: www.aida-deutschland.de/ergebnislisten-competitions
Hier findest du alle Ergebnisse: www.aidainternational.org
Deutsche Meisterschaft im Apnoetauchen in diesem Jahr in Zwickau
„Glück Auf“ gilt bei Bergarbeitern unter Tage als gängige Grußformel. Sie wünschen sich, nach vollbrachter Arbeit gesund wieder an die Oberfläche zu gelangen. Könnte es also einen besseren Ort für eine Meisterschaft im Apnoetauchen geben als die Glück-Auf-Schwimmhalle in Zwickau?
Organisator Martin Dubiel ist von dem Umzug der Deutschen Meisterschaft nach Zwickau begeistert. „Viele Jahre haben wir die Pool-DM in Leipzig abgehalten, doch die Terminplanung in der Universitätsschwimmhalle ist sehr mühsam“, erklärt Dubiel. „In Zwickau haben wir eine schöne, moderne Halle gefunden und wurden dort freundlich und auf Augenhöhe aufgenommen. Das konnte man in der gesamten Atmosphäre spüren.“

Die Glück-Auf-Halle ist modern und überzeugt mit freundlichem Personal und viel Unterstützung / Foto Andreas Vorreiter
Starkes Niveau trotz fehlender Rekorde
Obwohl auf der Deutschen Meisterschaft 2026 keine neuen Rekorde ertaucht wurden, waren die Leistungen der Athletinnen und Athleten sehr beeindruckend. Nils Heininger, Sportdirektor von AIDA Deutschland, erklärt: „Im Durchschnitt waren die Ergebnisse der Männer und Frauen fast in allen Disziplinen stärker als im Vorjahr.“
Während die Damen beispielsweise letztes Jahr ohne Flossen im Durchschnitt 90 Meter getaucht sind, waren es dieses Jahr 120 Meter. „Einen Teil der höheren Leistungen lässt sich dadurch erklären, dass viele gute Taucherinnen und Taucher an der DM teilgenommen haben. Ein weiterer Teil liegt daran, dass einige Starterinnen und Starter ihre Kräfte geschont und nicht an allen Disziplinen teilgenommen haben“, interpretiert Heininger die Ergebnisse. „Doch es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass sich unser Sport zunehmend professionalisiert.“

Das Safety-Team, die Orga und die Judges: Für die DM ist viel Personal nötig. / Foto Andreas Vorreiter
Pool-DM galt für einige als Warm-Up für die WM
Unter den 31 Teilnehmenden traten auch fünf Mitglieder des deutschen Nationalteams an. Insgesamt werden neun Athletinnen und Athleten im Juni in Budapest ihre Leistungen mit der internationalen Elite messen.
Nationalteam-Mitglied Stefanie Pietsch konnte gleich zweimal Bronze und einmal Silber auf der DM ergattern. Sie berichtet: „Für mich war die DM ein super Auftakt für die anstehende Weltmeisterschaft in Budapest. Hier konnte ich ein letztes Mal unter Wettkampfbedingungen meinen derzeitigen Leistungsstand testen. Hier herrscht einfach eine so gute und unterstützende Atmosphäre, das motiviert total.“

In der Disziplin Statik geht es darum, mit nur einem Atemzug so lange wie möglich den Kopf unter Wasser zu halten / Foto Andreas Vorreiter
9 Minuten Luftanhalten: Weltrekordhalterin zeigt erneut ihr Können
Auch Heike Schwerdtner, die amtierende Weltrekordhalterin im statischen Luftanhalten, hat in Zwickau erneut ihr Können gezeigt. Ganze 9:08 Minuten hat Schwerdtner nahezu bewegungslos im Wasser verharrt, ohne zu atmen. Ihr aktueller Rekord liegt bei 9:22 Minuten. Unter den Herren erzielte Wolfram Neugebauer mit 7:29 Minuten die beste Leistung.
In der Disziplin Dynamik, bei der mit Mono- oder Stereoflossen getaucht werden darf, erreichte Heike Schwerdtner als beste Frau 200 Meter Strecke, ebenso wie Hannes Schmidt, der beste männliche Athlet der Disziplin.
Beim Streckentauchen ohne Flossen sicherte sich Heike Schwerdtner mit 150 Metern Distanz ebenfalls Gold, Philipp Heinzelmann belegte mit 184 Metern den ersten Platz der Herren.
Beim Tauchen mit Stereoflossen stieg Madeleine Klenke-Müller mit 189 Metern Strecke auf die oberste Stufe des Podiums. Philipp Heinzelmann konnte sich auch hier den ersten Platz mit einer Tauchdistanz von 219 Metern sichern.

Heike Schwerdtner bereitet sich auf ihren Tauchgang vor. / Foto Andreas Vorreiter
Tieftauchen im August: AIDA plant erneut Tiefenwettkampf
Neben der Begleitung der Wettkampfteams auf den Weltmeisterschaften steht für AIDA Deutschland e.V. die Planung des nächsten Wettkampfes auf dem Plan: Der im letzten Jahr mit Erfolg wieder aufgenommene Tiefenwettkampf im Steinbruchsee Wildschütz soll auch 2026 wieder stattfinden.
Beim Wettkampf „Deep 70“ geht es auf bis zu 69 Metern Tiefe. „Der Wettkampf stellt besondere Herausforderungen an die Sicherheit der Athletinnen und Athleten“, erklärt Dubiel. „Wir haben aufgrund der möglicher kalter Temperaturen ein 12-köpfiges Safety-Team, das in Wechselschichten arbeitet. Außerdem sind ein Rettungsboot und eine Ärztin permanent vor Ort.“ Zum Notfalleinsatz ist es bisher jedoch noch nicht gekommen.
Der Tiefenwettkampf findet am 29. und 30. August statt und richtet sich nicht nur an Profis. Auch Anfänger, die Wettkampfluft schnuppern wollen, sind herzlich willkommen. Alle Infos zur Anmeldung gibt es auf www.aida-deutschland.de.







